Kardiovaskuläre Fitness
Ausdauer, die einfache Bezeichnung für kardiovaskuläre Fitness, ist ein komplexes Phänomen
Wer eine halbe Stunde locker bergauf gehen kann, hat eine gute Ausdauerleistung. Die Voraussetzung dazu sind eine gesunde Lunge und gute Pumpfunktion des Herzens. Es müssen aber verschiedene Systeme wie Zahnräder ineinandergreifen um diese Leistung zu erbringen:
- Die Lunge nimmt Sauerstoff (O2) aus der Luft auf und gibt diesen ans Blut, an die roten Blutkörperchen ab. Bei diesem Prozess wird gleichzeitig Kohlendioxid, CO2, aus dem Blut an die Umgebungsluft abgegeben.
- Das Herz pumpt das sauerstoffreiche Blut in alle Körpergeweben, allen voran in den Herzmuskel und in die arbeitende Muskulatur.
- Die roten Blutkörperchen geben den Sauerstoff in den arbeitenden Muskeln an die Mitochondrien ab. Dies sind die „Öfen“ in jeder Zelle, in denen Kohlehydrate und Fette „verbrannt“ werden und damit die Energie gewonnen wird, welche für die Ausdauerleistung gebraucht wird.
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| Ausdauerweltmeister: die Pfuhlschnepfe. Sie fliegt non-stop, ohne Nahrungs- oder Flüssigkeitsaufnahme, 12000 km, von Alaska nach Neuseeland. |
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Ausdauerzwerg: Der Gepard erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 120 km/h. Allerdings nur für 2 – 3 Minuten. |
Herz, Kreislauf und Muskeln passen sich an, wenn regelmässig gefordert:
Das Herz wird grösser und kräftiger, der Kreislauf „intelligenter“, in den Muskeln werden neue Blutgefässe und Mitochondrien gebildet.
Der "intelligente" Kreislauf dirigiert das Blut dorthin, wo es benötigt wird, resp. drosselt den Blutfluss dort, wo der Energiebedarf heruntergefahren werden kann.
Die Muskeln müssen mit reichlich feinsten Blutgefässen, Kapillaren, versorgt sein, ausserdem sollten die Muskelfasern möglichst dicht mit Mitochondrien bepackt sein.
Die Lunge kann nicht trainiert werden, bei sehr hoher Trainingsintensität verbessert sich die Leistungsfähigkeit der Atemmuskulatur.
Die kardiovaskuläre Fitness ist altersabhängig.